Walter Ludin

Sexualerziehung

Seltsamer StreitHerr A. verkündet in aller Öffentlichkeit einen Unsinn. Herr B. wird von der Presse gebeten, zur angesprochenen Thematik Auskunft zu geben. Er kommt zu andern Schlüssel als Herr A. Die Umgebung von Herrn A. gibt ihm öffentlich zu verstehen, er soll den Mund halten.Im Klartext: Statt «A» setze man «Huonder» ein, statt «B» Gmür. Die beiden Bischöfe äusserten sich zur Sexualerziehung – wobei der erste die Eltern dazu aufrief, allenfalls die Kinder vom sexualkundlichen Unterricht dispensieren zu lassen. Denn Aufklärung sei Elternsache. Ist sie auch. Aber: Sind alle Eltern dazu fähig und gewillt? Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, als dies keineswegs der Fall war. Sexualität wurde tabuisiert. Was heute trotz aller Liberalität noch vorkommt. Darum ist Huonders Vorschlag lebensfern. Danke, lieber Felix, dass du eine andere Sicht geäussert hast.Übrigens: Für Bischof Hunoder ist das Denken abgeschlossen, wenn «Rom» sich geäussert hat. Sicher, von dort kommt bestimmt auch Gutes. Aber auch anderes. Wenn wir für alle Zeiten die dortigen «ewigen» Wahrheiten akzeptieren müssten, wäre der Katholizismus immer noch «die einzige Staatsreligion», Trennung von Kirche und Staat sündhaft usw. Dies und viel anderes steht in den Verlautbarungen von Papst Pius IX., der im Jahre 2000 (!!) selig gesprochen wurde …

17. Dezember 2011 | 01:11
von Walter Ludin
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