Die Kiirche und die Medien
Vor 40 Jahren kam aus dem Vatikan das Dokument Communio et Progressio, welches aus kirchlicher Sicht das Thema «Medien» behandelt. Aus Anlass des Jubiläums bat die Agentur KIPA eine katholische Medienleute um eine kurze persönliche Stellungnahme. Mein Beitrag wurde als erster veröffentlicht – nicht weil er besonders gut war, sondern weil er als erster eintraf ….
Eine frische Brise aus dem Vatikan«Communio et Progressio» ist für mich wie eine frische Brise aus dem Vatikan. Wenn ich das Deckblatt betrachte, fällt mir der Hinweis auf: «Veröffentlicht im Auftrag des II. Vatikanischen Ökumenischen Konzils». Mit Wehmut denke ich daran, dass es vor vielen Jahren im Vatikan möglich war, ein Dokument zu veröffentlichen, das den Konzilsgeist atmet, statt überängstlich vor ihm und seinen «Auswüchsen» zu warnen.Und anders als in manchen heutigen Verlautbarungen von kirchlichen Würdenträgern wird hier nicht in Journalistenbeschimpfung gemacht. Die Medien werden keineswegs als Werk des Teufels dargestellt; sondern, man höre und staune: als «ein Geschenk Gottes» (Nr. 2). Und statt bloss journalistische Fehlleistungen aufzuzählen (auch diese werden nicht übersehen), nennt das Dokument die schwierigen Produktionsbedingungen, welche die Medienarbeit erschweren (Nr. 37 – 41, wo u.a. vom Zeitdruck die Rede ist).Was mich ganz besonders freut ist das Kapitel über den «innerkirchlichen Dialog». Er macht mir wieder einmal bewusst, dass ich durch meine kritischen Äusserungen – z.B. in meinem Blog auf kath.ch – nicht an den Fundamenten der Kirche rüttle. Vielmehr darf ich in Anspruch nehmen, einen Beitrag dazu zu leisten, dass es «im Denken und Handeln der Kirche Fortschritte gibt» (Nr. 115)
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