Kirchenreformen
Wenig Hoffnung?Welche Aussicht auf Erfolg haben die Forderungen nach Kirchenreformen? Hier zwei Antworten. Die 1. von Franz Xaver Kaufmann in seinem schon mehrmals zitierten Text:
" ….Die bisherige Analyse dürfte wenig Hoffnung auf Veränderung geweckt haben. Und natürlich würde der «römische Geist» fragen, warum denn Veränderung überhaupt sein muss. Er würde in vielen Aussagen zum Beispiel des jüngsten Theologen-Memorandums nur den Zeitgeist am Werk sehen und die Forderung nach Menschenrechten in der Kirche als Fehleinschätzung in der Sache sehen. Die Kirche ist anders, sagen die Römer, und sie fühlen sich durch Traditionen gebunden, die selbst in bestimmten Zeitumständen sinnvoll gewesen sein mögen, aber heute ihre Verständlichkeit und Einsichtigkeit zunehmend verlieren.Derzeit ist eine wachsende Selbstfesselung durch eigene, zum Teil auch neue Traditionen zu beobachten, insbesondere in der Diskussion um Veränderungen im Priesteramt. Ein anderes Beispiel sind die aktuellen Disziplinierungsversuche durch die sogenannte Professio Fidei, die als Glaubensbekenntnis Theologen nicht nur auf die Aussagen des außerordentlichen, also «unfehlbaren», sondern auch des ordentlichen, also gewöhnlichen Lehramts festlegen will. Dabei existiert die Denkfigur des «ordentlichen Lehramts» erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts, wie der Münsteraner Kirchengeschichtler Hubert Wolf festgestellt hat.»
Die 2. Antwort finde ich im Publik-Forum von Prof. Gerhard Kruip, Mainz: Er kann sich zwar vorstellen, dass Reformen durchgeführt wurden. Doch sie würden «den Schrumpfungsprozess der Kirche nicht aufhalten». Aber «wir brauchen diese Reformen, um freudig und unbeschwert wieder katholisch zu sein».Was aber, wenn diese Reformen nicht kommen????
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