Die Kurie ...
… wurde mächtiger
Weiter im Text von F.X. Kaufmann (auch ein Beitrag zum kommenden Konzilsjubiläum…):
«Das Zweite Vatikanische Konzil hat sich zwar bemüht, die Macht der Kurie durch die Schaffung weiterer Gremien wie der regelmäßig tagenden Bischofssynode und der nationalen Bischofskonferenzen zu beschränken. Aber im Kirchenrecht von 1983 wurde die Macht der Kurie zementiert. Manche nennen dieses Kirchenrechtsbuch den Grabstein für das letzte Konzil, obwohl es auch manche von dessen Impulsen aufgenommen hat. Tatsächlich aber hat die Zentralisierung in der katholischen Kirche seit dem letzten Konzil weiter zugenommen. Zum einen müssen immer mehr Entscheidungen von den Bischöfen zunächst im Vatikan vorgelegt werden. Zum anderen gibt es aufgrund der zunehmenden medialen Vernetzung auch in der katholischen Kirche informelle Abhängigkeiten.»…………..Zu den Bischofssynoden: Ich habe etwa zehn davon aus der Nähe verfolgt. Sie bieten ein Trauerspiel, jeweils schon vor ihrem Anfang und über ihr Ende hinaus. Der Papst bestimmt ihr Thema und die wichtigsten Ämter der Synode. Meistens gab es vom Papst ein nachsynodales Papier (Johannes Paul II. pflegte darin sich öfter zu zitieren als die Synode ….). Das Konzil wollte aus den Synoden ganz was anderes machen.Ebenso die Bischofskonferenzen: Seit einiger Zeit müssen sie einstimmig entscheiden. Der Vatikan kann dafür sorgen, dass dies nicht geschieht, indem er einen Querschläger ernennt …
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