Auf dem Matterhorn Mut für das Konzil gewinnen
Dass es kein «vorfabriziertes» Konzil geben würde (siehe Blogeintrag von gestern), zeigt sich sogar bereits vor Beginn des Konzils. Die eingegangenen Schemata (Konzilsvorlagen) alarmieren die Bischöfe und veranlassen sie, bereits über Landes- und Sprachgrenzen hinweg Kontakt zueinander aufnehmen.
Der Bischofskoadjutor Léon Arthur Elchinger, der ein ausführliches Votum nach Rom gesandt hatte (vgl. Blogeintrag vom 28. August 2012), bietet mit Brief vom 27. September 1962 Julius Kardinal Döpfner an, er sei bereit, sich vermittelnd für eine möglichst baldige Zusammenkunft französischer und deutscher Bischöfe bei Konzilsbeginn einzusetzen.
«Wir dürfen die Schemata der dogmatischen Konstitutionen nicht annehmen. Kardinal Tisserant, mit dem ich unlängst sprach und der viel Hoffnung auf Sie setzt, ist der gleichen Meinung. Während meines Aufenthalts in Zermatt habe ich dieses Jahr, als fünfter Viertausender, das Matterhorn bestiegen, um mir Mut für das Konzil zu geben» (Dö 278).(emf)
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