Walter Ludin

Erschreckende Statistik

Katholikenzahlen in Brasilien sinkenAus einer Pressemeldung: In Brasilien ist der Anteil der Katholiken zwischen 2003 und 2009 um 7,3 Prozent auf 68,4 Prozent gesunken. Dies berichtet die Neue Zürcher Zeitung am Montag. Eine kürzlich erschienene Studie belege, dass der Anteil der Katholiken im ehemals «erzkatholischen» Land auf 68,4 Prozent gesunken sei. Als stärkste Konkurrenz erwiesen sich die evangelikalen Kirchen, denen über zwanzig Prozent der Brasilianer angehören. Allein 12,8 Prozent davon würden den sogenannten Pfingstlern zugerechnet. Grund für diese Veränderungen sei einerseits, dass die evangelikalen Kirchen den «Leuten aus den unteren Einkommensschichten praktische Lebenshilfe» anbieten. Anderseits gebe es einen «Experimentiergeist der Brasilianer im Religiösen». Der katholischen Kirche fehle es an Sensibilität für die Probleme der einfachen Bevölkerung, so die Zeitung.—————————–Ein anderer Grund: Jede evangelikale Kirche hat an jedem auch noch so kleinen Ort einen «Kultdiener» mit allen Kompetenzen. Die kath. Kirche hingegen hat irgendwo in einer weit entfernten Stadt einen Priester, der vielleicht einmal im Jahr vorbeikommt. Wo doch ausserhalb der deutschsprachigen Länder kein Priestermangel herrscht ….

10. Oktober 2011 | 01:19
von Walter Ludin
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