Walter Ludin

Geben die Reformer auf?

Wir nicht!Fortsetzung aus Christ in der GegenwartDie Reformbewegungen sieht Allen inzwischen durch die Wortführer des Traditionalismus weitgehend eingeschüchtert, entmachtet oder schlichtweg ermüdet. Sie haben – so seine Einschätzung – auch kaum noch oberste bischöfliche Fürsprecher im Kardinalsrang mit Gewicht so wie einst einen Franz König, Basil Hume, Carlo Maria Martini, Joseph Bernardin. Die «Liberalen» seien am schwersten enttäuscht, weil ihre Hoffnungen und Initiativen über Jahrzehnte lehramtlich blockiert wurden und weil nichts darauf hindeutet, dass ihnen der Papst auch nur in irgendeiner kleinen Weise entgegenkomme, wie er es allerdings mehrfach sehr verständnisvoll gegenüber den Traditionalisten tat. Daher ziehen sich die Reformerischen mittlerweile zurück, tauchen ab. Die traditionell Orientierten gewinnen allein schon dadurch an Übergewicht, dass die anderen aufgeben. Allen vermutet: «Aus diesem Grund werden im Lauf des 21. Jahrhunderts die organisierten katholischen Reformbewegungen an Mitgliedern und Einfluss verlieren. Die meisten Katholiken werden nicht ihre Zeit und ihre Mittel für Anliegen verwenden wollen, die kaum Erfolgsaussichten haben.» Die Prognose des amerikanischen Journalisten ist ernüchternd: «So wird sich für die katholischen Reformer also das 21. Jahrhundert als Zeit erweisen, in der sie innerlich in die Katakomben gehen müssen, äußerlich jedoch als schick gelten.»——————————————————ich hoffe, die meisten Gäste dieses Blogs sagen: Wir geben nicht auf. Diese Freude bereiten wir den Konservativen nicht

6. August 2011 | 01:06
von Walter Ludin
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