Konzilsblogteam

Altes und Neues

An den Konzilien haben immer auch «Konzilstheologen» teilgenommen. Theologen waren als Sachverständige beteiligt. Seit dem Konzil von Trient wurden die katholischen Universitäten als solche nicht mehr eingeladen. Auf das Zweite Vatikanische Konzil hin konnten die kirchlichen und katholischen Universitäten und Fakultäten aber Studien und Wünsche einreichen.
Als einzige Katholisch-Theologische Fakultät mit Promotionsrecht in der Schweiz hat jene der Universität Freiburg Vorschläge eingereicht. Diese umfassen:– Fragen der Moraltheologie– So genannte ökumenische Angelegenheiten– Der Antisemitismus, der von den Christen zu bekämpfen ist– Die verbotenen Bücher– Die ontologische und psychologische Einheit Christi– Die Formulierung eines neuen Glaubensbekenntnisses sowie das «Bekennen des Glaubens»
Schon diese Übersicht zeigt, dass die Dominikaner der Freiburger Fakultät strittige Fragen der alten Schultheologie wie neue Herausforderungen an theologisches Denken und kirchliches Handeln aufgenommen wissen wollten. Dieses unverbundene Nebeneinander ist wohl darauf zurückzuführen, dass die Fakultät keine gemeinsame Eingabe gemacht hat; der Dekan hat einfach die Vorschläge einzelner Professoren gesammelt, zusammengestellt und als ein Dokument nach Rom geschickt.Bemerkenswert ist neben den Vorschlägen zur Ökumene, was zum Verhältnis der Kirche zum Judentum vorgeschlagen wurde. In der Kirche dürfe nicht mehr undifferenziert gelehrt werden, die Juden hätten Jesus zurückgewiesen und getötet. Es dürfe auch nicht mehr behauptet werden, die Heiden, die zum Glauben gekommen sind, seien an Stelle des Volkes Israel erwählt worden. Schliesslich dürfe nicht erklärt werden, das Volk Israel sei von Gott für immer zurückgewiesen worden.(Rolf Weibel; AD I/IV 2,779–789)

14. August 2012 | 07:16
von Konzilsblogteam
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