Walter Ludin

Israel-Palästina

Neues «Argument»Aus einem Beitrag der NZZ:Symptomatisch für die verfahrene Situation ist der jüngste Meinungsaustausch des norwegischen Aussenministers Jonas Gahr Störe mit Lieberman. Anlässlich eines Besuches in Israel sagte er, als permanenter Besetzer palästinensischer Gebiete verliere Israel in den Augen der Weltöffentlichkeit jegliches Ansehen. Nach einer Unterredung mit seinem israelischen Amtskollegen nahm Störe denn kein Blatt vor den Mund. Anstatt diplomatisch von einer «offenen und freimütigen» Diskussion zu sprechen, liess er keine Zweifel an seinem Verdruss. Laut der Tageszeitung «Haaretz» sagte er, die Unterredung mit seinem Gastgeber sei enttäuschend verlaufen. Lieberman habe ihm klargemacht, dass ein Frieden zwischen Israel und den Palästinensern nicht möglich sei, da ein zu grosses Gefälle zwischen den Lebensstandards der beiden Völker herrsche.
Ein absurdes Argument. Da werden die Palästinenser während Jahrzehnten unterdrückt und klein gehalten. Und dann wird ihre «Rückständigkeit» zum Beweis, dass ein Friede mit ihnen nciht möglich ist.

15. März 2011 | 01:35
von Walter Ludin
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