Walter Ludin

Öffentlicher Verkehr

Reklamieren lohnt sichEs war Mitte Mai, an einem kalten, verregneten Samstagsabend. Kurz nach 9 Uhr fuhr ich mit einem Bus der Verkehrsbetriebe Luzern vbl am Bahnhof ein. Ich freute mich, da dieser Bus unmittelbar (etwa 30 cm) hinter meinem dort wartenden Anschlussbus zu stehen kam. Doch in der gleichen Sekunde, da wir stoppten, zischte dieser Bus davon. Nur 10 Sekunden und eine Warterei von einer Viertelstunde wäre mir erspart geblieben. Und es war nur ein schwacher Trost, dass ich bei meinem Spaziergang durch das windgeschützte Untergeschoss (pardon: Rail City) einen Blick auf die Wahl der Miss Zentralschweiz werfen konnte….Ich war verärgert, da mir Ähnliches schon mehrmals passiert war. So schrieb ich am gleichen Abend ein Mail an die vbl. Und erinnerte sie daran, dass der Chauffeur offenbar die viel gerühmte Freundlichkeits-Kampagne der Firma verschlafen hat.Umgehend erhielt ich ein vorläufige Antwort. Und kürzlich zwei kleine Geschenke und ein freundliches Entschuldigungsschreiben: «Der Chauffeur hätte diesen Anschluss ganz klar abwarten müssen.» Er und die vbl würden diesen Vorfall bedauern.Ich verstand meinen Protest gewissermassen auch als Beitrag zur Verbesserung des Öffentlichen Verkehrs. Mit etwas Freundlichkeit und buchstäblich Rück-sicht-nahme kann das Image des Betriebes verbessert worden; kostenneutral…

3. Juni 2010 | 01:23
von Walter Ludin
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