Sibylle Hardegger

Spanisch wider Willen

Naja, mit meinem Namen hatte ich es von Anfang an nicht so leicht hier in Schweden. 
Zunächst haben mich alle mit der deutschen Aussprache meines Namens gerufen. SibyllE  mit starker Betonung auf den letzten Buchstaben – was ich einfach ganz schrecklich finde. Nach einigen Monaten musste ich einfach sagen: stop it! Und ich versuchte immer und immer wieder zu sagen wie ich heisse. Siiibiiil, das englische Cybel oder das mehr nach schwedisch klingende Sibül wechseln sich seither ab. Es gibt nur eine Ausnahme, die meinen Namen richtig ausspricht – diese soll aber hier nicht namentlich genannt werden.
Und so langsam beginne ich mich damit abzufinden, wären da nicht die Coffeeshops, wo man bei der Bestellung seinen Namen nennen muss, der dann anschliessend  – nach zusammenbrauen des Getränks  – lautstark durch das ganze Lokal gerufen wird. Sibylla, ist okay; Sibül, na ja man gewöhnt sich daran. Aber heute morgen hiess es dann: Sevilla – din Cappucchino! Wohl nicht nur mir kommt das hier in Schweden etwas spanisch vor.

25. März 2013 | 20:14
von Sibylle Hardegger
Lesezeit : ca. 1  Min.
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