Morgen denn
entscheidet unser östlicher Nachbar, wer Ersatzkaiser für die nächsten Jahre sein soll. Ihr, liebe Nachbarn, habt stets unser (etwas schadenfreudiges) Mitgefühl, wenn wir zuschauen und zuhören, wie Ihr immer noch die bald 100jährigen Trümmer Eurer einstigen Multi-Kulti-Monarchie zu ordnen versucht. Ich habe hier ja schon dargelegt, warum ein Gang eines Schweizer Basisdemokraten durch Eure (für die Grösse des jetzigen Staates doch übertrieben wirkende) Hauptstadt immer eine Mischung aus Belustigung und Faszination ist (ganz zu schweigen von der Ehrfurcht, die den Schreibenden dann in der Staatsoper und im Burgtheater befällt).
Zur Sache: Van der Bellen gegen Hofer, das war und ist natürlich schon speziell, Bildungsbürgertum gegen Rüpelhaftigkeit, liberale Vernunft gegen braun gefärbte Bauchgefühle. Und da Ihr das Volk der schunkelnden Stadl-Massen seid, befürchte ich, dass der Herr Hofer bald in die Hofburg einziehen wird.
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