Mageres in Zürich
Das Opernhaus hat die Karten auf den Tisch gelegt und uns/mich eher enttäuscht. Keine neue Wagner-Inszenierung (wann kommt endlich der Homoki-Ring??), keine (das nun doch überraschend) neue von Verdi, keine einzige Aufführung einer Strauss-Oper.
Dafür wieder eine Gürbaca-Inszenierung (diesmal darf sie an Massenets «Werther» ran, um ihm im hässlich gestylten Ambiente das letzte Stück Spätromantik auszureissen – hoffentlich macht Herr Florez Frau Gürbaca schon früh klar, wer da der Star ist), dafür ein neuer «Freischütz» nach an die 30 Jahren Existenz der denkwürdigen Berghaus-Inszenierung (die Dame wusste übrigens, was Ästhetik ist), dafür eine neue «Entführung» (thematisch wohl die heikelste Oper, die man/frau zurzeit inszenieren kann, s. den Beitrag hier vor Monaten zu Kusej in Aix-en-Provence), dafür Rares von Prokofjew und Charpentier, dafür ein szenisches Ballett-Verdi-Requiem (na ja).
Das reisst mich nicht gerade vom Stuhl. Ich erwäge: Nello Santis 85. in Zürich in der legendären Inszenierung von «L’elisir d’amore» zu feiern, Michael Fabiano als Faust und René Pape als Filippo zu lauschen und mein «erstes Mal» (denken Sie dazu, was sie wollen) mit Piotr Beczala wieder aufleben zu lassen…
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