Schnitzler 105 Jahre später
Es war nicht so uninteressant und weit von uns entfernt wie ich hier geunkt hatte (die Detailkritik ist schon verschickt und kann bei mir angefordert werden). Der Abend inkl.Pause dauerte drei volle Stunden, und doch war nichts zu lang. Die Schnitzlersche Aphorismensammlung – denn mehr ist der Text dieses Stückes nicht – hielt durch und füllte den manchmal sehr stillen Raum mit Nachdenklichkeit.
Die geschilderte Wiener Gesellschaft war eine gelangweilte Oberschicht-Schmarotzer-Bande, auf die die Kritik des Propheten Amos (»Weh euch…») mehr als gut auch zutreffen könnte. Dann noch der Vergleich mit Thomas Mann, doch das dann morgen hier.
(PS: Weiterhin äussere ich mich nicht zu den Vorgängen bei der SKZ, ich bin noch befangener denn zuvor.)
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