Kulturmix I
Da ist so viel los, was ich zurzeit sehe, höre und lese, dass ich hier gleich eine Woche füllen kann. Beginnen wir mit dem stinknormalen Besuch einer Repertoire-Aufführung von Tschaikowskys «Eugen Onegin» in meiner Heimatstadt. Auf diese Oper freue ich mich immer besonders, weil mir ihre Melodik und ihre todtraurige Handlung gefallen. Keine absurden Todesfälle wie bei Herrn Verdi, keine Rettungen der Welt wie bei dem grossen Richard.
In der besuchten Aufführung litt ich und freute ich mich. Zum Leiden: Unglaublich, was für banausischer Pöbel sich in einer Abo-Aufführung einfinden kann. Links tippte eine füllige Dame während der Aufführung auf ihrem I-Phone herum, hinter uns murmelte ein Barbar, dass der Tenor ja nicht mehr weitersingen könne, wenn er nun tot sei. Grausam, was einem das Leben zumutet…
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