Heinz Angehrn

Weinen und Klagen nicht nötig

das Schreiben über so ein Erlebnis kann sinnvolle Therapie sein … Es hat genützt. Also zurück zum Kerngeschäft:
Spannend heute die Rezension des nächsten Franziskus-Buches, jenes von Paul Vallely (»Untying the knots») durch Franz-Xaver Hiestand, in der SKZ (23/2015, S.301f). Die Beschreibung (etwas dramatisch), «wie sich Bergoglio von einem strengen, herrsüchtigen und charismatischen Jesuiten, der die Befreiungstheologie ablehnte, zu einer Persönlichkeit entwickelte, welche leicht Zugang zu Randgruppen und zu anderen Religonen findet und seine Landsleuten Barmherzigkeit vorleben will» ist hilfreich zu verstehen, warum und wie Oscar Romero es plötzlich so schnell zur Ehre der Altäre geschafft hat!
Metanoia – Könnten wir formulieren, dass ein/e Kirchenmann/frau, der/die nicht zu Umkehr, Metanoia und Neuanfängen fähig ist, nicht so ganz zur Botschaft des Wanderpredigers und Rabbis aus Nazareth passt? Und: Könnten wir die Differenz zwischen Franziskus und seinem Vorgänger auch so verstehen, dass auch Herr Professor Ratzinger, wenn er, statt aus Tübingen nach Regensburg zu fliehen, mit den 68ern diskutiert hätte, die Chance zum Neuanfang hätte packen können?

4. Juni 2015 | 14:57
von Heinz Angehrn
Lesezeit : ca. 1  Min.
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