Heinz Angehrn

Chrisammesse

Jedes Jahr wieder tue ich mich schwer mit diesem Anlass. Ich weiss, dass es auch so etwas wie Bistums-Solidarität gäbe. Aber ich kann nicht da stehen und die Erneuerung dieses absurden Versprechens anhören. Denn die Erinnerungen an die lieben und guten Kollegen, die wir in den letzten 30 Jahren verloren haben, weil unsere Institution so jämmerlich versagt hat (man lese bitte nochmals Text Nummer 8 vom 11.04. an diesem Orte, den von Eugen Drewermann), tun mir weh. Und es waren eben nicht die Trägen, nicht die Vorsichtigen, nicht die sich Abnabelnden, die da gehen mussten oder gar freiwillig gingen, sondern es sind die Vitalen, die Beherzten, die Kontaktfreudigen.
So bleibe ich auch heute wieder zuhause und stosse geistig auf Euch an: Max Elmiger, Jürg Bläuer, Beat Schalk, Viktor Dormann, Kari Bürgler, Niklaus Popp und die, die ich hier gerade vergesse.
Wie sagte Kirchenzeitung-Kollege Adrian vor einigen Monaten: Die Kirche gleicht immer mehr einem Wirtschaftsbetrieb, der irgend ein absurdes Auswahlkriterium (wie etwa rote Haare) zum einzigen gemacht wird. So ein Betrieb wirtschaftet immer etwas schlechter.

15. April 2014 | 14:22
von Heinz Angehrn
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