Heinz Angehrn

Die «Wahrnehmungen»

Ich bleibe bei meiner Überzeugung, dass er das Bestmögliche war und ist, das unserer Kirche unter den gegebenen Umständen passieren konnte. Ehrlichkeit, Authentizität und Verzicht auf Samt und Prunk sind wichtiger (für das Image der Kirche und für die Aufgabe der inneren «Selbstgesundung») als blitzschnelle Anpassungen in den Strukturfragen. Ebenso die deutlichen Worte in Richtung Politik und Wirtschaft. Gerade die Krise in der anglikanischen Kirche zeigt uns auf, dass nur mit Bedacht (und meiner Meinung nach: erst bei einem nächsten Konzil) die ganz kritischen Punkte (die da ja klar sind: Verzicht auf den Pflichtzölibat für Weltpriester, Priester- und Bischofsamt für Frauen und für in gleichgeschlechtlicher Beziehung Lebende) angegangen werden können.
Wer Franziskus kritisiert, vergisst (oder verdrängt), dass von einem Mann in seinem Alter, mit seiner Biographie und Bildung nicht das Durchschlagen aller gordischen Knoten erwartet werden kann! 

31. Juli 2013 | 08:13
von Heinz Angehrn
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