Heinz Angehrn

Auf zu neuen Ufern

Die Nummer 1/2013 der «Neuen Wege» ist auch der Abschied von Rolf Bossart als Co-Redaktor. Während Jahren hat er uns vor allem mit seiner Kolumne «In dürftiger Zeit» geistig erfreut, manchmal intellektuell erschreckt und manchmal auch in den Windungen der sprachlichen Dialektik hängen lassen. Trotz Letzterem, es ist ein Verlust, diese Kolumne nicht mehr lesen zu können. Der Schreibende als geläuterter Alt-Linker, der zum Liberalen mutiert hat, vermisst so in Zukunft auch einen Dorn im geistigen Fleische.
Nun denn: Es lohnt sich wahrhaft, die letzten Zeilen «in dürftiger Zeit» zu lesen (S.30-32). Zum einen definiert der Verfasser endlich mal gründlich, was er denn mit «dürftig» exakt meint:(Ich formuliere um) «Weil mit fortschreitendem Krisenbewusstsein immer weniger bereit sind, zu bedauern, dass sie aufhören, eine besondere Gattung mit einer besonderen Bestimmung zu sein, und statt dessen zur geistigen Regression neigen, sind die Zeiten dürftig.» (Und diese Regression kommt gemäss RB links und rechts im geistigen Spektrum vor.)Völlig korrekt! Unsere doofe Burger-, Stadl- und Hooliganzeit ist nur der Exzess dieser Dürftigkeit!

16. Januar 2013 | 07:54
von Heinz Angehrn
Lesezeit : ca. 1  Min.
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