Von Brillenträgern und Abenteurern
Andreas Homokis Erstlings-Premiere als Intendant und Regisseur in Zürich stand unter strenger Beobachtung. Und nachdem Richard Wagners jugendlich-hochromantische Klänge während 145 nicht unterbrochenen und prall gefüllten Musikminuten das Opernhaus gefüllt hatten (Alain Altinoglu liess es knallen, wenn es sein musste und fand doch im grossen Duett zu ungeahnt leicht-lichten Klängen), war die Begeisterung gross. Ein überragendes Sängerensemble in einer einleuchtenden und faszinierenden Interpretation des alten Sagenstoffes ohne Grund zu nur kleinstem Ärger ob szenischen oder bühnenbildnerischen Missgriffen, wann hatten wir das zuletzt? Was Claus Guth in Zürich in Sachen hochintelligenter und gründlich durchdachter und verantworteter Wagner-Regie mit «Tristan» und «Parsifal» begonnen hat, setzt Homoki nahtlos und mit eigener Stilsicherheit fort. Wir sind Harry Kupfer zu Dank verpflichtet, dass er einen Erben dieser Klasse ausgebildet hat. Kupfer war spürbar, etwa in der Führung des Chores und insbesondere in der permanenten Bewegung von der und auf der Bühne…
(Die ganze Kritik kann bei mir bezogen werden, dort klärt sich auch die Sache mit den Brillenträgern.)
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