Heinz Angehrn

Herr Ligeti

Letzten Freitag (fast habe ich vergessen zu berichten) das erste Konzert des diesjährigen Meisteryklus in unserer Tonhalle, Gleich zwei Streichquartette waren angetreten, da es nach der Pause um Felix Mendelssohns Oktett Es-Dur op.20 ging. Dieses machte ungemein Freude, die Musiker/innen spielten präzis und hatten offensichtlich viel Spass an der Partitur. Wir genossen es.Vorausgegangen waren zwei Einzelauftritte: Das Amar Quartett eilte leichten Fusses durch Joseph Haydns Reiterquartett op 74/3. Bei dieser Darbietung waren wir in der psychisch-emotionalen Reha, denn leider hatte man(n) wieder versucht, uns (um)zuerziehen: Begonnen hatte der Abend mit über 20 Minuten Missklang der mittelüblen Sorte: Die anscheinend von dieser Sache überzeugten Quatuor Terpsycordes (aber nicht mit dem Lachen im Gesicht wie beim Oktett) trugen Klänge von György Ligeti mit dem Namen «Métamorphoses nocturnes» vor. Für mich waren dies «Métamorphoses Guantanamo».
Beim nächsten Konzertabend (Klavier und Bläser) steht nach der Pause wieder ein Ligeti auf dem Programm… Wir werden die Pause privat verlängern und erst zum Mozart-Abschluss wieder im Saal erscheinen.

12. Oktober 2012 | 09:18
von Heinz Angehrn
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