Apostolicum
Zitat aus einem Text von Christa und Heinz Schade zum Thema Apostolicum im neuen «Publik-Forum»: «Wir wollen nicht verschweigen, dass die Verwendung des Apostolikums im Gottesdienst nur Teil eines sehr viel tiefer gehenden Problems ist, gewissermassen die Spitze eines Eisbergs, nämlich des Festhaltens an einem kirchlichen Lehrgebäude, das in den ersten christlichen Jahrhunderten in der Auseinandersetzung mit damals (mindestens die Gebildeten) bewegenden Fragen entstanden und in damals geläufigen Begriffen formuliert worden ist.» (PF 2012-1. S.32)
Ich habe mich hier mehrmals schon zum Thema der «damals geläufigen Begriffe» geäussert und mit Verweis auf Wittgenstein dargestellt, dass gerade diese historische Gebundenheit eine essentielle Grundlage der Allgemeingültigkeit von dogmatischen Aussagen ist.
Wenn nun das Ehepaar Schade (ich habe bewusst die Replik von Fulbert Steffensky noch nicht gelesen) mit solcher Argumentation das Apostolicum in Frage stellt, begibt man(n) und frau sich auf ganz dünnes Eis. Ich glaube wirklich nicht, dass sich die heutige Christenheit (als Ganze inkl. Benedetto) auf ein nur irgendwo anders formuliertes (was ja heissen will: an heutige Fragestellungen angepasst) «Lehrgebäude» einigen könnte.
Von solchem sollten wir tunlichst die Finger lassen!
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