Fastenzeit
Kaum ist der Weihnachtsschmuck versorgt, spricht man hier schon von der Fastenzeit. Dies allerdings nicht – unbedingt – im religiösen Sinn. In den Geschäften gibt es hier seid ein paar Tagen «Semla» zu kaufen. «Semla» – ist wunderbar. Ich versuchs mal zu bescheiben. Ein Semla ist wie ein Brioche, ohne Gupf oben. Dieses «Brioche» wird aufgeschnitten und auf den unteren Teil eine dicke Schicht Marzipan gestrichen. Da drauf kommt eine grosse Schicht Rahm und dann setzt man den Deckel des Brioche oben drauf. Das «Brioche» wird mit Kardamom verfeinert. Alles zusammen schmeckt wunderbar. Ich mag die Semla seit dem ersten Biss!In diesem Jahr ist der 21. Februar der letzte Dienstag vor der Fastenzeit, dem 40-tägigen Fasten und Büssen von Aschermittwoch bis Ostern im christlichen Kalender. In Schweden heisst er Fettisdagen, das bedeutet Fetter Dienstag, der Tag, an dem traditionell alle fetten und anderen verderblichen Nahrungsmittel vor Beginn der Fastenzeit verzehrt werden. Schweden, wie viele andere Länder, begeht diesen Tag seit langem mit einem süssen Gericht. Die üppigen, mit Sahne gefüllten Gebäckstücke, die traditionell an Dienstagen gegessen werden, sind bereits ab 1. Januar in den Läden zu haben. Der Fette Dienstag sollte zutreffender Fetter Januar, Februar und März heissen.
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