Politischer Zwischenruf
Gestern im Tagblatt ein brillianter Kurzkommentar des pensionierten Chefredaktors, in dem ich mich mit meinen Gedanken der letzten Monate völlig wiederfand:
Wenn eine Einzelperson oder eine Einzelfirma über ihre Verhältnisse lebt und mehr Geld ausgibt als sie erhält, dann macht sie Bankrott. Sie ist selber schuld, muss alle Schulden abzahlen und braucht vielleicht Jahre, um wieder hochzukommen. Eltern lehren diese Weisheit ihren Kinder, Erzieher/innen den ihnen Anvertrauten.
Wenn dem so ist, warum halten sich denn politische Gemeinwesen nicht an diese Regel? Warum ist, was unethisch und unanständig ist, nämlich Schulden zu machen, hier plötzlich ein quasi Kavaliersdelikt? Und mit welcher Begründung saniert man im Schnelltempo Staaten, statt sie sich selber zu überlassen?
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