Heinz Angehrn

Der alltägliche kleine Faschismus

den zumindest ich spüre und mit Grausen wahrnehme, ist etwa für mich gegeben
wenn Menschen sich in irgendeiner Form instrumentalisieren lassen, an kollektiven Gefühlsergüssen teilzunehmenindem sie etwa rythmisch klatschen und schunkelnindem sie etwa Parolen irgendwelcher Art mitsingen oder -brüllenindem sie sich gleich kleidenindem sie so quasi ihr Gehirn an der Eingangspforte einer Veranstaltung liegen lassenindem sie auf Individualität und Autonomie zugunsten eines vagen Bauch-Wohlfühlens verzichten
nicht der grosse Faschismus ist es, der der Nürnberger Parteitage und ihrer Aufmärscheaber sein kleiner (spiessbürgerlicher) Bruder

7. Juni 2011 | 16:11
von Heinz Angehrn
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