Zurück zu Alltäglicherem
Ich kann mir von Herrn Mladic nicht die Lust am alltäglichen Leben und Schreiben nehmen lassen. Darum von den grossen Ärgern des Lebens zu den kleinen. Nolens volens – aus Kantschem Alltagsärger heraus – musste ich mich in der Lokalpolitik exponieren.
Die Partei, die ich hier immer und immer wieder wenig schmeichelhaft kommentiere, hat bei uns gerade ein besonders typisches Beispiel ihres «Wir allein gegen den Rest der Welt»-Denkens gegeben. Nachdem der (rein bürgerliche!) Gemeinderat unser (materiell gut gestellten) Gemeinde während Jahren das Thema der Wohnsituation hochbetagter und pflegebedürftiger Menschen wie eine heisse Kartoffel vor sich herschob (weil er wusste, dass das etwas kostet), hat er nun unter dem Druck von Umfrageergebnissen ein mit allen möglichen Verantwortungsträgern durchdiskutiertes Modell für «Betreutes Wohnen im Alter» erarbeitet (und das kostet!). Da die SVP im Gemeinderat nicht vertreten ist und diesen darum bei jeder Gelegenheit attackiert, hat sie nun schnell ein neues Feld gefunden und trägt der erstaunt-konsternierten Öffentlichkeit, nachdem sie (die SVP) selber während über drei Jahren keine konkreten Ideen in der Sache vorlegte, ein lautes Nein zum Projekt vor (weil es kostet).
Peinlich, peinlich …
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