Wenn die nur richtig lesen würden
Aber das tun sie natürlich nicht, die Schreiberlinge auf kath.net, die über Bischof Markus wegen seiner Interview-Antworten im neusten «Forum» herfallen. Aussengesteuert (es ziehen wohl wieder auch Churer Gesinnungsbrüder und -schwestern mit) lesen sie, verstehen sie, formulieren sie, urteilen sie ab.
Also denn zum Originaltext (Forum 2011/6/S.2f):
Zitat 1: «Es ist einfacher, über eine allfällige Heirat eines Priesters zu diskutieren als über eine Tradition, die es in der römisch-katholischen Kirche noch nie gab.»Korrekt. Historisch und theologisch korrekt, logisch sowieso.
Zitat 2: «Aber wir müssen Schritte suchen, die dahin führen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Diakonat der Frau ein solcher Schritt sein könnte.»Zitat 3: «Wir müssen Verständnis haben, wenn diese Frage nicht gleich morgen gelöst ist.»Vorsichtig, präzis, ganz in der Tradition seines Vorgängers. Nichts Revolutionäres.
Zitat 4: «Eine Weile hat man ja gesagt, darüber dürfe man nicht diskutieren … Das können wir uns nicht mehr leisten.»Das wirklich Neue steckt hier, das Überraschende. Ein Art Bruch mit dem Quasi-Dogma unter Johannes Paul II.
Conclusio: Was soll das Geschrei, liebe Kritiker/innen? Jede Fussnote des unseligen Herrn Williamson, mit dem Benedetto sich versöhnen will, ist um ein x-Faches häretischer. Also: Let it be.
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