Böse und harte TV-Kost
Das sitzt man(n) am Aschermittwochabend endlich in der Stube und zappt noch etwas. Und wo bleibt (priester)man(n) hängen, was vollendet den Tag in seiner Schwere?
«Am Kreuzweg» hiess der schwer triefende Film, der folgende Botschaften transportierte, die mir/uns längst alle schon bekannt waren:a) Die Unbarmherzigkeit von Mutter Kirche mit den Amtsträgern, die wahrhaftig sind/werden.b) Die Doppelmoral des Systems überhaupt.c) Die vielen emotionalen Leichen, die a) und b) bei Opfern und Tätern hinterlassen.
Ansonsten war der Film zu kitschig und irgendwo etwas zu billig. Warum soll (bei so wenig Priesteramtsanwärtern unter 20 Jahren) genau der illegitime Sohn des Herrn Pfarrers Interessen an einer quasi direkten Nachfolge haben?
Und dann beschenkte uns der Drehbuchschreiber noch mit folgender unglaublich diskriminierender Aussage eines Pfarreischäfchens zum andern nach dem Outing des Pfarrers: «Sei doch froh, dass er Kinder hat. Er könnte ja schwul sein.» Danke schön, lieber Schreiberling, der Du nicht besser bist als Silvio B., der alte Lüstling!
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