Bibel und Literatur Saison 2011
Schon drei Abende haben wir hinter uns, und ich Elender habe es bisher versäumt, hier zu berichten oder – noch wichtiger – hier zu werben. Der Obertitel der diesjährigen Reihe lautet «Asyl – Exil – Emigration». Da aber weder Thomas E. noch ich der postmateriellen Fraktion angehören, verläuft die Thematik sehr unaufgeregt und ohne viel schlechtes Gewissen.
Am ersten Abend ging es um die Vertreibung aus dem Paradies, sprich um das Erwachsen-Werden des homo sapiens innerhalb der Evolutionsgeschichte. Der entsprechende Bericht aus dem Koran (nicht aus der Bibel!) leitete die Reihe ein.
Am zweiten Abend ging es um die lange Wanderung durch die Wüste. Gedichte von «Exils-Autoren/innen» aus der Zeit des Dritten Reichs setzten harte Kontraste zum ständigen Murren des Volkes.
Gestern, am dritten Abend dann, der Gedanke, was passiert, wenn Gott auf die Erde kommt. Die Klassiker aus der Bibel (Gott bei Abraham und Sarah, Emmaus) begegneten Ovids Erzählung von Philemon und Baucis und Dürrenmatts trauriger Geschichte vom Engel Kurrubi, der den Ärmsten der Armen nicht findet.
Vierter Abend in Bälde: 14.2., 18.15-19.30, Figurentheater St.Gallen. Thema: «Der zaghafte Blick ins gelobte Land». Zur Sprache kommen: Hermann Hesse, Numeri, Tennesse Williams, Thomas Bernhard, William Shakespeare, Lukas.
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