Heinz Angehrn

Nun sind es zwei

Das hatte ich noch nicht kommentiert. Bzw.: Ich war für einige Stunden so geschockt, dass ich nicht kommentieren mochte (immerhin wurden Erinnerungen an die eigene Jugend geweckt unter dem Motto «Wer jung und nicht links ist …»). Ab sofort hat die Schweiz nicht eine, sondern zwei extreme Parteien, und zusammen werden diese beiden Parteien bei der 2011-er-Wahl wohl an die 50 Prozent aller Stimmen erhalten. Die Vernunft hat sich aus der SPS abgemeldet. Frau Sommaruga steht im Dauerregen, Herr Levrat muss diesen Regen permanent schönreden, und jegliche Kompetenz im Bereich Sicherheitspolitik geht flöten.
Es ist ja in der Fasnachtszeit noch lustig, Herrn Wermuth anzuhören und anzuschauen. Aber dass dieses knallrote Gegenstück zum gebräunten Jung-Lukas es in einer scheinbar seriösen Partei zu Mehrheiten bringt, ist ganz und gar nicht mehr lustig.
Die Verluderung der politischen Kultur im Land hat ab sofort zwei Väter/Mütter, die beiden grossen Parteien mit dem S voran.

5. November 2010 | 08:02
von Heinz Angehrn
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