Heinz Angehrn

Fussball, Theater und Löhne

Da gab es doch in den St.Galler Zeitungen Schreiberlinge, die Vergleiche anstellten zwischen den staatlichen Subventionen an Konzert und Theater und den staatlichen Unterstützungen für den Profi-Fussball und sein bauliches Umfeld. Und da wurde hochgerechnet, wieviel Subvention auf den/die Besucher/in in diesen Bereichen falle. Und mit Empörung wurde festgehalten, dass die Hooligans und Rowdies weniger hoch subventioniert würden als die Geniesser der Kultur. Dass ich vor innerem Zorn schäumte und noch knapp auf die grüne Insel fliehen konnte, haben Sie wohl bemerkt.
Und nun heute im Tagblatt, einen Tag vor der Premiere der «Dreigroschenoper», ein Artikel über die Löhne der Musiker, Tänzer, Sänger und Schauspieler (alle auch mit /innen). Haben Sie gewusst, dass der Lohn eines Schauspielers am Theater St.Gallen unterhalb des Existenzminimums liegt, wenn er so dumm ist, eine Familie zu haben? Und überlegen Sie nun, wieviele Hundertausende einem grünen Bubi wie Valentin Stocker und wie viele Millionen einem doofen Schönling wie Herrn Ronaldo in den … gesteckt werden. Mit denen Herr Ronaldo dann eine Frau auszahlt, um das Sorgerecht für das Kind aus einem One-Night-Stand zu erhalten!
Ich hoffe, Sie verstehen meinen grossen Zorn. KEIN staatlicher RAPPEN für Profi-Spitzensport, der mit Exzessen wie Hooliganismus und solchen Löhnen verbunden ist.
Und PS am Schluss zu den Stars: Es ist ja lächerlich, was Genies wie Frau Bartoli und Herr Florez verdienen, wenn man sieht, was diese Kahlköpfe so einstecken.

24. September 2010 | 08:25
von Heinz Angehrn
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