Wie es wirklich war
Nun noch der Rückblick. Hat sich Irland verändert? War der verklärt-romantische Blick angemessen?
Viel hat sich nicht geändert in Southwest Cork. Die Landschaft ist nicht so übel verbaut worden (zum Teil mit wegen der Finanzkrise gar nicht bezogenen Häusern) wie um Dublin. Wenn gebaut wurde, dann meist mit Stil. Der Torf-Duft ist auch noch da, ob das ökologisch noch verantwortbar ist, sei dahin gestellt. Das Wetter ist das selbe geblieben, aber es war Anfang September trotz Shower- und Drizzle-Attacken köstlich mild. Die Menschen sind weiterhin gastfreundlich, auf dem herrlich wilden und einsamen Golfcourse des Skibbereen and Westcarbery Clubs (20 Euro!) waren wir gern gesehen. Was sich am meisten geändert hat (das tut weh und ist zugleich historisch verständlich) ist der Anteil von adipösen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Da wird jetzt massiv kompensiert.
Ah ja, das noch: Da stand in Skibbereen plötzlich ein Lidl. Shocking! Es gibt nicht viel Schlimmeres als diese weltweiten Slow-Food-Billig-Produkte-Ketten.
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