Heinz Angehrn

tlpac XIV

3.23 Die Kür: Der freie Entscheid, dieses Charisma bewusst zu pflegen.3.231 Das setzt voraus: Abschied vom Pflichtzölibat3.2311 Nur wer sich frei prüft und frei entscheidet, kann dies auch leben.3.2312 Die Kirchenverantwortlichen müssen mit ihren jungen Männern dazu Klartext reden.3.2313 Eine Weihe zum zölibatär lebenden Priester setzt eine Probezeit voraus.3.23131 Quasi wie ein Noviziat.3.23132 Warum nicht sogar zeitliches und erst dann ewiges Zölibatsversprechen?3.2314 Spiritualität und Religiosität sind vorgängig zu prüfen.3.2315 Und noch mehr ist die psychisch-emotionale Gesundheit zu prüfen.3.23151 Ist der Entscheid wirklich frei gefunden und begründet?3.23152 Ohne neurotische Grundstruktur?3.23153 Ohne Selbsthass bezogen auf Körperlichkeit und Sexualität?3.23154 In Aufarbeitung der eigenen individuellen Geschichte?3.232 Dies setzt voraus: Gleiches Reden über Hetero- und Homosexualität.3.2321 Die bisherige Geschichte hat gelehrt: Das Priestertum zieht schwule junge Männer an.3.23211 Sie können sich darin verstecken.3.23212 Sie müssen nicht begründen, warum sie nicht heiraten.3.23213 Sie können ihre eigene Sexualität verdrängen.3.232131 Wenigstens für eine gewisse Zeit.3.232132 Mit schrecklichen Folgen für Buben und Burschen – manchmal.3.232133 Mit schrecklichen Folgen für die Betroffenen selber.3.2322 Die Folgerung daraus lautet: Klären, wer man(n) ist!3.23221 Regenten, Spirituale und Bischöfe stehen in der Verantwortung.3.232211 Keine Weihe ohne seriöse Abklärung.3.232212 Keine Zölibatsversprechen ohne das Wissen um die eigene Veranlagung.3.23222 Die Kirchenverantwortlichen haben sich zu entschuldigen.3.232221 Bei denen, die nicht befragt wurden.3.232222 Bei denen, die zu Tätern wurden.3.232223 Bei ihren Opfern.

10. Juni 2010 | 07:46
von Heinz Angehrn
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