Was in Savognin endete VIII
Das eskalierte schliesslich an einem der wenigen Abende, an dem ein Ausgang in die Stadt mit Kinobesuch vorgesehen war. Mit Nachdruck hatte Adrian darauf hingewiesen, dass es ein Film von Ingmar Bergmann war, der ihn interessierte. Ingo hatte wenig von Bergmann gesehen, die «Zauberflöte» hatte ihn wohl begeistert, aber alle diese «Beziehungskisten» schienen ihm langweilig und melancholisch. Nun denn, die Mehrheit setzte sich durch, Ingo murrte zunächst, fiel dann aber in grosses Erstaunen, als Adrian nun ankündigte, dass Armin im Kino auch dabei sein würde. Missbilligung bei Johannes, keine Reaktion bei Tobias, und dann ging er los, dieser Film. Allerdings eine tragische Beziehungskiste, und das zwischen Männern in Schwarzweiss, schleppend und sich in Fragen nach Schuld und Unschuld verheddernd. Ingo begriff nicht allzu viel und missbilligte die Andeutungen von Sexualität (dieses Thema existierte in diesem speziellen Ausbildungsjahr nicht). Der Abend entpuppte sich als von Armin und Adrian eingefädelte Bestrafungsaktion gegen Johannes. Nun war der Faden gerissen, die Scherben am Boden.
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