Heinz Angehrn

Schmerzgrenze(n)

Ich weiss inzwischen, dass nebst Inquisitoren und Aufpassern auch mir wohlgesonnene und mit mir fühlende und manchmal eben auch mit mir am Selben leidende Menschen hier lesen und mitdenken. An diese deshalb zwei Fragen, die mir wichtig sind und an denen ich immer wieder kaue. Vielleicht kommt sogar eine Antwort.
Frage 1: Wo liegt eigentlich die Schmerzgrenze für eine/n katholisch sozialisierte/n und erzogene/n Christ/in, um mit dieser Institution, die sich so gar nicht im Sinne des Religionsgründers gebärdet, zu brechen? Für ein/n Seelsorger/in gefragt lautet die Frage exakter so: Genügt die Freude an der Seelsorge bei den konkreten Menschen, für die verantwortlich bin, oder gibt es auch hier Grenzen des seitens der Grosskirche Erträglichen?
PS zu den Antworten auf Frage 1: Kommen Sie mir aber nicht mit dem Kategorischen Imperativ. Den kenne ich und darum bleibe ich.
Frage 2: Wie bewältigen andere den Balanceakt, als offiziell eigentlich Geächtete und Ausgegrenzte und intern dann doch mit Kummerblick Geduldete Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr (am Schluss sind es bei mir dann 37 Jahre), Seelsorge im Sinne der Botschaft der basileia tou theou zu leisten?

7. Dezember 2009 | 17:02
von Heinz Angehrn
Lesezeit : ca. 1  Min.
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