Das «Klima-Läuten»
Man(n) kann gelegentlich läuten (läuten lassen) auch ausserhalb der standartisierten Norm, dem stimme ich zu. Aber es muss/müsste dann schon Unglaubliches sein, dass sich zugetragen hat oder zutragen wird. Der Tod eines Papstes oder Bischofs, die Bitte um eine gute und gelingende Wahl bzw. Ernennung im Gefolge, ein grosses regionales oder nationales Unglück etc.
Aber einfach so locker läuten, weil irgendwo auf der Welt eine internationale Konferenz stattfindet oder ansteht? Da gibt es dann aber viele wichtige Konferenzen, bei denen wir läuten müssten. Da gäbe es auch wichtige Sitzungen von Bundesrat und Parlament, zu denen wir läuten müssten. Da hätten wir am 29. trauerläuten müssen. Und und und. Versteht aber der/die Durchschnittsbürger/in, warum geläutet wird? Oder denkt er/sie vielmehr, der Pfarrer sei entweder gestorben oder habe durchgedreht?
Warum ich zudem persönlich ein schlechtes Gewissen hätte, zu dem aktuellen Thema zu läuten? Weil wir Kirchgemeinden mit unseren Kirchen ganz sicher zu den gröberen Energiefressern und Klimatätern gehören, übler wohl als andere Institutionen.
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