Heinz Angehrn

Zu Unrecht ein Thema massiv besetzt

Was mich wirklich ärgert:
Während allen Jahren habe ich mir meine eigene Meinung zum Thema Abtreibung/Schwangerschaftsabbruch bewahrt. Ich versuchte immer, auf der Basis meiner Theologie und der Ethik Kants mit dieser politisch so bedenklich behandelten Frage umzugehen, habe dazu auch mit meinen Oberstufenklassen gesprochen und gepredigt/geschrieben. Selbst mein in gewissen Kreisen so anrüchiges Engagement für «Exit» habe ich explizit mit dieser Frage verknüpft (man vergleiche dazu das damalige Interview von Andreas Blum mit mir).
Doch nun bemächtigen sich die Ultrakonservativen vermehrt in einer derart unappetlichen (kreuz.net, Evangelikale wie Sara Palin) oder dann zumindest aggressiven (konservative Kirchenfürsten in Nah und Fern) Sprache des Themas, sprich des Kampfes für das ungeborene Leben und dagegen, dass die Mutter oder der Staat es seines Rechtes auf Entfaltung berauben kann, dass ich langsam in der Frage zu schweigen beginne. Mit solchen Leuten sitze ich nicht im selben Boot, nicht mal in der selben grossen ferry!

27. Oktober 2009 | 13:21
von Heinz Angehrn
Lesezeit : ca. 1  Min.
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