Heinz Angehrn

Wider die ständigen Missverständnisse

Die beiden christologischen Erzählungen im Neuen Testament und die ihnen entsprechende Feste im Kirchenjahr, Taufe des Herrn und Verklärung des Herrn, (zu?) hoch gewichtet gegenüber der Botschaft vom Reich Gottes bei Joseph Papst Benedikt (Jesus von Nazareth, Erster Teil), sie könnten ja auch Brücken bauen, wenn wir alle bereit wären, uns vom Fundamentalismus loszusagen.
Also: Da gab es schon in der Zeit, in denen die Evangelien entstanden und dann auch geschrieben wurden, eine Christologie der frühen Gemeinden. Der vorösterliche Jesus, nun als der nachösterliche Christus erkannt, wird reflektiert: Wer war er, was für ein Bewusstsein hatte er? Die Erzählungen von Taufe und Verklärung machen deutlich, dass dieser Reflexions-Prozess auch schnell klare Ergebnisse brachte: Er ist mehr als Mose und Elija, er ist also mehr als der letzte der Propheten (als den ihn die frühe Gemeinde ja auch hätte sehen können), er ist der Vertraute Gottes, kommt von ihm und führt zu ihm. Und schon war der Grundstein gelegt für die späteren christologischen Dogmen.
«Wahr» (diese ständige und manche peinigende Frage nach der Wahrheit!) ist eben der ganze Prozess, der sich im Neuen Testament in seinem Endtext ausdrückt. Aber es darf doch nicht verboten sein, diesen Prozess aufzuzeigen! Und dem Durchschnittsgläubigen klarzumachen, was der Terminus «Sohn Gottes» wirklich meint.
In theologisch leichtem Ärger … der Weblog-Schreiber

7. August 2009 | 07:31
von Heinz Angehrn
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