Zitat aus Einsiedeln
Über dieses (auf unseren eigenen Seiten hier gefundene) Zitat könnte diskutiert werden:
«Zudem verwies er auf die verfestigten Lagerbildungen in der Kirche, die zur Folge haben, dass verschiedene Seiten nicht mehr miteinander sprechen und auch nicht mehr miteinander beten. Koch kritisierte einen mit der Lagerbildung verbundenen ‘Formalismus’. ‘Demgemäss interessiert eigentlich nicht, was ein Mensch denkt und sagt. Über diesen Menschen ist das Urteil vielmehr bereits gefällt, sobald man ihn einer entsprechenden Kategorie zuordnen kann: konservativ oder progessiv, fundamentalistisch oder liberal, reaktionär oder reformerisch.’ Die Zuordnung zu einem formalen Schema erscheine als ausreichend, um die Auseinandersetzung mit dem Denken des anderen Menschen nicht nur für unnötig, sondern auch für unmöglich zu erklären, gab Koch zu bedenken.»
Ich eröffne die Diskussion: Könnten wir uns einigen, dass die Aufteilung und Zuordnung «gläubig-ungläubig» so ziemlich am Anfang dieser Zustandsbeschreibung, wie sie Kurt Koch vornimmt, stand und steht?Und ein Input, der etwa mitten in der Diskussion folgen könnte: Hat irgend jemand, eine Gruppe, eine Autorität, eine Art «Definitionsmacht» in der Frage, wer «gläubig», oder auch «gerecht», «gottesfürchtig», «gerettet» (etc. etc.) ist? Und wenn Ja, warum?
Die Rechte sämtlicher Texte sind beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.


