Heinz Angehrn

Wege zum Priestertum ... (Tagi 15.12., S.3)

Und schon wieder hat der böse Herr Meier ein Ärgernis ausgegraben. Sollen wir ihm dankbar sein, dass er so emsig wühlt und die Affären, die unter dem Deckel gehalten werden sollen (das Interview mit Christoph Sterkman spricht ja Bände), ausgräbt? Sollen wir ihm zürnen, dass er uns so kurz vor dem Fest stört?
Ja, wenn denn schon keine Verheirateten Priester werden dürfen,- wir aber einen Personalnotstand haben, der jedes Jahr schlimmer wird,- und unser Kirchenrecht es eigentlich ermöglicht, fast jede Ehe, wenn man(n) (und frau) nur will, annullieren zu lassen,dann hat das schon eine Logik.
ABER: Was ist (moralisch gesprochen) denn anders: Die innere Verantwortlichkeit eines Zölibatären, der sein Versprechen bricht um einer/s Partners/in willen, oder die innere Verantwortlichkeit eines Verheirateten, der sein Versprechen bricht und dann plötzlich die Chance zur Weihe erhält?
Es verstehe, wer verstehen kann. Ich kann es nicht.Oder dann hatte Weihbischof Henrici doch recht: Die Wahrhaftigkeit ist in der katholischen Kirche nicht von hoher Bedeutung.

16. Dezember 2008 | 09:19
von Heinz Angehrn
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