Der Namen sind viele
Ich denke zurück, nochmals, an die – aus unserer studentischen Sicht – wirklich guten Jahre im Luzern der Endsiebziger Jahre. Bis zur Wahl von Johannes Paul II. im Herbst 1978 und bis zur Massnahme gegen Hans Küng ein gutes Jahr später war da viel Aufbruchstimmung, Optimismus, Einsatzbereitschaft. Ich glaube noch heute, dass die Inputs unserer Regenten (Otto Moosbrugger, Ruedi Schmid) unserer Subregenten (Paul Zemp, Viktor Dormann) wie unseres Spirituals (Fritz Schmid) die richtigen Worte in dieser kirchen-emotionalen Atmosphäre waren. Das ABER ist ein Doppeltes:a) Mit 1979/80 änderte sich die Atmosphäre grundsätzlich. Es begann der Siegeszug des innerkatholischen Neokonservativismus; erste katholikale Regungen zeigten sich als Begleiterscheinung recht bald bei Kirchenführern und Kollegen; der Niedergang des intellektuell-wissenschaftlichen Niveaus der Männer, die sich noch weihen liessen, folgte bald. Schon zehn Jahre später war es wichtiger, ein «guter» (sprich: frommer, rechtgläubiger) Priester denn ein «guter» Theologe zu sein! Da blieb von Aufbruch, Optimismus und Einsatzbereitschaft nicht bei allen noch alles. Neidisch grüsse ich so Dich, Urs Häner, aus der Ferne, der Du draussen geblieben bist.b) Und es waren dann die wirklich guten, wirklich engagierten, wirklich überzeugenden Priester-Kollegen aus unserem damaligen Kreis, die in den Jahren zwischen 1985 und 2000 gingen bzw. gehen mussten. Geblieben sind die eher Trägen, eher Gemütlichen, eher Angepassten – zu denen anscheinend auch ich gehöre. Ich mag keine Namen nennen, Ihr wisst selber, wer da dabei war, ging und blieb.
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