Heinz Angehrn

Back to Robinson

Da war ich doch schon mal, vor schon vielen Wochen. «Honest to God» von John A.T.Robinson, 1963 erstmals erschienen, sollte endlich ernst genommen werden. Der alte Kinderglaube, er muss sterben, wenn das Christentum in einer modern postaufgeklärten Welt überhaupt noch verstanden, erklärt, anerzogen, ausgelegt werden will. Nun: Manche wollen das gar nicht, sie wollen in edler sektenhafter splendid isolation als Letzte der Rechtgläubigen und Erste der wahrhaft Bekehrten ausharren. Nun mögen sie es tun. Wie ich schon ausführte, möchte ich in dieser Tiefkühl-Situation nicht mittun. Ich liebe warme Zonen.Darum back to Robinson: Gott ist nicht über oder ausserhalb der Welt, das Reden von der Transzendenz Gottes als eine auslaufende, damals für das Menschenhirn not-wendige Konstruktion. «Ist es wirklich nötig, dass wir diese Kopernikanische Wende vollziehen? Müssen wir zerstören, was die meisten Menschen fröhlich glauben?» (S.28) Gott als der immer schon und weiterhin Immanente. Wenn wir nur wollen! «Diese Wende ist für mich so etwas wie eine Revolution wider Willen, deren vollen Umfang ich kaum zu ermessen begonnen habe.» (S.36) Chancen zuhauf, Risiken wohl auch.

1. Februar 2007 | 15:29
von Heinz Angehrn
Lesezeit : ca. 1  Min.
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