Hysterie ante portas
Man(n) lernt nie aus. Da schreibe ich einen sehr harmlosen Beitrag zum Buch «Kein zweiter Gott» von H.M.Kuitert. Da frage ich, warum fast niemand dieses Buch rezensiert hat und ob wohl Angst vor Kirchen-Inquisitoren dahinter stand. Da schreibe ich, dass das Buch lesenswert ist, dass so Theologie sogar Spass machen kann. Und was geschieht?Ein schlaues Vögelein hat mir ins Ohr gepfiffen, dass auf www.kath.net zum Kreuzzug gegen mich und diese Kurzbetrachtung geblasen wird. Wie humorlos, denke ich. Ich höre und sehe gerne Wagners «Meistersinger» und bin doch weder Nazi noch Rassist. Ich lese gerne Jean-Paul Sartre und bin doch ein gläubiger und hoffnungsvoller Mensch. Was sind das für verbohrte Menschen, die nicht einmal solche Fragen zulassen? Eine Reinkarnation der Inquisitoren? Die verbliebenen Geheimtruppen von Pius X.? Francos und Pinochets letzte Kämpen, verirrt in der Moderne? Bedauerlich, wahrlich, nicht einmal Bücher lesen zu dürfen! In einer Welt, in der Michelle Bachelet Präsidentin Chiles werden kann!Im Ernst jedoch: Ein interreligiöser Dialog zwischen den drei monotheistischen Religionen muss sich heute auf hohem intellektuellem und ethischen Niveau auch mit der Christologie beschäftigen. Und da leistet Kuitert einen beachtlichen Beitrag, wo andere (zu) lange schwiegen.Ein Dank auch dem Vögelein …
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