George Francis Xavier

Tag der Kranken

Die Frohbotschaft (Johannes 5, 1-15) erzählt die Geschichte von einer kranken Person, die vor 38 Jahren am Teich Bethesda war. Natürlich hat Jesus ihn gefragt, willst du gesund werden? Aber seine Antwort war anders als Jesus dachte, oder als wir alle denken. Was braucht eine Kranke, ein Kranker anders als Heilung? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich in den Teich bringt, wenn das Wasser sich bewegt.
Meistens denken wir für Andere, für unsere Kinder, für unsere Partner, usw. aber wir wissen nicht, was sie wirklich brauchen. Einmal erschien Gott  einem Blinden und fragte, was er benötige. Er antwortete, dass er einen Stock brauche. Nicht Augenlicht, nicht eine Heilung sondern einen Stock. Was der Kranke aus Johannes Evangelium brauchte, war nicht eine Heilung, sondern eine Hilfe. Er hat sich nicht beschwert über das lange warten am Teich ohne eine Heilung, sondern, dass er niemand gefunden hatte, der ihn ins Wasser bringen konnte. Es hat ihm ein Freund,  ein Kollege, ein Mitmensch in seinem Leben gefehlt, darüber hat er sich beschwert.
Dieser Teich kann unsere Familie, unser Freundschaft Kreis, unsere Religion, die Pfarrei sein. Es gibt mitten unter uns viele, die unsere Hilfe in Form von Liebe, Unterstützung und Aufmerksamkeit brauchen. Aber wir haben oft keine Zeit. Wir sind bereit eine Spende zu tätigen, oder finanzielle Hilfe anzubieten, oder jemand ins Spital für eine Behandlung zu schicken. Wie können wir ganz persönlich «Teich» sein für Mitmenschen, die unsere Hilfe benötigen. Was habe ich persönlich für Möglichkeiten, um Zeit und Liebe zu schenken, wo es nötig ist?

1. März 2014 | 11:36
von George Francis Xavier
Lesezeit : ca. 1  Min.
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