George Francis Xavier

3. Habemus Franziskum

1205, im Gotteshaus San Damiano, hatte der junge Mann Bruder Franziskus eine Vision. Vor dem Kreuz in der Kirche San Damiano redete Christus ihn an und gab ihm den Auftrag, die Kirche wiederherzustellen. Der Auftrag klang so: «Franz, stell meine verfallene Kirche wieder her!» aber wie sollte er diese Kirche in dieser Zeit aufbauen? Die Kirche im Westen geht zurzeit durch die harte Zeit der Skandale von Kindesmissbrauch, der Frage der Ehelosigkeit der Priester, der Gleichstellung von Frauen in der Kirche, und der Auseinandersetzung zwischen den theologisch Konservativen und Liberalen oder Progressiven.
Luther, Calvin und Zwingli versuchten die Katholische Kirche zu erneuern. Bruder Franziskus, der Gründer der grössten Laienbewegung innerhalb der Kirche, versuchte das Gleiche, aber in einer andern Art. Einmal, als ich in meinem Blog einige Entscheidungen und Gedanken der katholischen Kirche kritisierte, kam die Reaktion von einem Kollegen,  von aus  der Kirche auszutreten. Ich sagte, mein Glaube ist an Gott und Jesus. Franziskus zeigte mit seinem Leben, wie die Kirche erneuert wird. Ich bin ein franziskanischer Bruder/ Kapuziner und ich nehme den heiligen Franziskus als mein Beispiel/Vorbild.
Das berühmte Bild von Giotto di Bondone vom Traum von Papst Innozenz III. über die Stütze der fallenden Lateran Basilika durch Bruder Franziskus ist bemerkenswert. Die beiden Füsse des Franziskus sind im Inneren der Kirche. Er war nicht ein Kirchenkritiker, der die Kirche kritisierte und verlässt verliess, sondern ein Kritiker, der die Kirche und ihre Struktur mit neuem Denken und Spüren erneuerte. Franziskus’ Reformen führten dazu,   dass der Papst die Bischöfe für das vierte Laterankonzil im Jahre 1215 einberief, an dem Franziskus ebenfalls teilgenommen hat.
Papst Innozenz III. gab den Zweck des Konzils wie folgt an. «Um Laster und Tugenden Anlage zu beseitigen, um Fehler und die Reform der Moral zu korrigieren, Häresien zu entfernen und Glauben zu festigen, um Frieden….»
Wir hoffen, dass Papst Franziskus die Kirche zu einer neuen Ebene führt, wo die Kirche sich selber renoviert und für die jetzigen umstrittenen Probleme und Fragen eine Lösung findet. Wir dürfen auch mit unseren Gebeten und einem neuen Denken an diesem Prozess teilnehmen. Lassen  wir unsere Gedanken und Ideen mit den Prinzipien von Jesus prägen und mehr an Jesus und Gott glauben. Wie Papst Franziskus in seiner ersten Pressekonferenz gesagt hat: Jesus Christus und nicht der Papst war das Zentrum der Kirche. Er betonte, die Kirche war im Wesen «spirituell nicht politisch». Im Tagesanzeiger stand, dass Papst Franziskus sich programmatisch Franziskus genannt hat, und das bezeugt Ambition. Wenn das wir glauben, sollen wir einfach voll guter Hoffnung sein.

29. März 2013 | 00:00
von George Francis Xavier
Lesezeit : ca. 2  Min.
Teilen Sie diesen Artikel!