George Francis Xavier

Tut mir Leid, Savita…

Heute ist der 28.November. Ein Monat nach dem Tod von Savita Halappanaver. Wer ist Savita? Wegen Savita, einer Inderin, wurde die Diskussion durch das Parlament in Irland über die Abtreibung und über die Gesetzgebung von Abtreibungen ausgelöst. Am Sonntag, 28. Oktober starb Savita Halappanaver in einem Irländischen Spital, weil die Spitalbehörde einen Abbruch der Schwangerschaft verweigert hatte.
In der siebzehnten Woche zeigte sich schon eine Fehlgeburt und das Kind war unrettbar. Sie bat, dass um, ihr ein Fötus zu entfernen und ihre Bitte wurde von den Ärzten abgelehnt, mit der Begründung, dass Irland ein katholisches Land sei. Ein Fötus kann nicht entfernt werden, solange das Herz schlägt. Savita und ihr Mann wiesen darauf hin, dass sie weder ein Bürger von Irland noch Katholikin sei. Dies war alles vergebens!
Sie litt drei Tage unter Schmerzen, bis der Herzschlag des Fötus endete. In dieser Zeit setzte sie sich einer Infektion aus und erlitt eine tödliche Septikämie (Blutvergiftung). Savita starb, weil ihr Fötus-Herzschlag höher gewertet wurde als der Schutz ihres eigenen Lebens.
Unter dem 1992 gefällten «X»-Fall Urteil des irländischen Supreme Court, sind Frauen in Irland gesetzlich zu einer Abtreibung berechtigt, wenn es für notwendig erachtet wird, um das Leben der werdenden Mutter zu retten. Die nachfolgenden Regierungen versäumten es, ein Gesetz, welches Abtreibungen in lebensbedrohlichen Umständen vorsieht, anzuwenden.
Wo ist die Gerechtigkeit hier? Irland ist bei den wenigen Ländern, zusammen mit dem Vatikan, welche Abtreibungen in keiner Art und Weise erlauben. Wie können wir eine Frau sterben lassen, nur um einen Herzschlag eines nicht lebensfähigen Babys zu retten? In Indien hätte Savita überlebt und wäre gerettet worden. Katholische Länder sind Verbreiter von Liebe, Frieden, den Wert des Lebens und der Freiheit. Dieser Fall von Savita kann nie als eine christliche Gerechtigkeit betrachtet werden.
Wenn es einen Konflikt der Situation (aktives Leben und potenzielles Leben) gibt, fordere ich das aktive, vollwertige und gelebte Leben zu schützen. Ich bin nicht dafür, für andere das Leben zu opfern, um Prinzipien und Werte aufrecht zu erhalten. Wenn die Person sich selbst entscheidet, ihr Leben zu opfern, würde ich sie verlassen. Prinzipien dürfen nicht anderen aufgezwungen werden, sondern von jedem einzelnen nach dem eigenen Gewissen praktiziert.
Gemäß Interpretation des Krankenhauses der katholischen Theologie und dem irländischen Recht war der Herzschlag des Babys wichtiger als eine aktive atmende und lebendige Frau.
Eine der Führerinen der Kommunistischen Partei Indiens, Brinda Karat, hat richtig reagiert: «… the Irish authorities … are responsible for committing a crime which resulted in loss of a human life… It was a medical emergency and they preferred to sacrifice the young woman’s life rather than to do something which have gone against their religious belief.»
Die Worte des Behörden des Krankenhaus, dass dies ein katholisches Land sei und damit direkt einen Tod erzwingen, ist für mich nur pharisäisch und heuchlerisch. Jemandes Idee und Interpretation der Sünde sollte nicht auf das Leben eines anderen überstülpt werden. Wenn Katholiken (Christen) die Regeln nicht mit der Liebe ölen (nach dem Vorbild Jesu) von wem sollen wir dann eine Entscheidung mit Werten auf Liebe und Leben erwarten?
Und er sprach zu ihnen: «Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.» (Mk 2,27)

28. November 2012 | 00:00
von George Francis Xavier
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