Konzilsblogteam

Aus dem Halbschlaf gerissen

Der Papst bei der UNO und das Konzil im Halbschlaf, so war die Situation Anfang Oktober 1965.
«Die Konzilsväter waren erschöpft und müde. Man konnte beobachten, dass sie früher ihre Plätze verliessen, sich zur Cafeteria begaben, in den Gängen herumgingen. Doch sehr bald schon sollte die Leidenschaft, die manche Unterhaltung geprägt hatte, auch diese momentan etwas schläfrige Versammlung wieder wachrütteln. Die unmittelbar bevorstehende Debatte des Kapitels über Krieg und Frieden, das fast komplett neu geschrieben und in der dritten Konzilsperiode kontrovers diskutiert worden war, drohte die Spannungen wiederzubeleben.»
Allerdings lief die Debatte zunächst schleppend an. Dann kehrte auch noch der Papst von seiner Reise zur UNO zurück und wurde in der Konzilsaula begeistert empfangen. Am 6. Oktober kam es endlich zur Behandlung der Fragen – diesmal mit grossem Engagement. Drei hoch brisante Themen standen im Vordergrund:
Die Überwindung der Theorie vom gerechten Krieg, die Bewertung der nuklearen Abschreckung und die Position der Kirche zur Kriegsdienstverweigerung.
(ab; A 5,198-201)

6. Oktober 2015 | 00:01
von Konzilsblogteam
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