Zeitzeuginnen und Zeitzeugen (VI) – Gnade
Zeitzeuginnen und Zeitzeugen berichten von Aufbruch und Umbruch in einer persönlichen Weise. Von viel Erfreulichem ist die Rede, allerdings mitunter auch von mancher Schwierigkeit. Wie könnte es auch anders sein, sind doch die Zeitzeuginnen- und Zeitzeugenberichte letztlich Glaubenszeugnisse. Als solche spiegeln sie je ganz persönliche Erfahrungen von Freud und Leid, Zuversicht und Enttäuschung und verbinden dabei – für das Glaubensleben zentral – Intellekt und Emotion.
Antonie Hanninger schliesst Ihren Bericht in einer Zeitzeuginnensammlung des Katholischen Deutschen Frauenbundes mit einem Fazit besonderer Dichte: «Ich bin dankbar, dass ich in diese Zeit der geistlichen, geistigen und gesellschaftspolitischen Umbrüche und Reformen hineingeboren wurde und mich auch vielen Ebenen engagiert habe und dabei nicht ‹müde› geworden bin. Gnade!»
(mq; Zitat: Antonie Hanninger, Erinnerung an das Konzil [1962-1965] und an die Würzburger Synode [1971-1975]. In: Theologische Kommission des Katholischen Deutschen Frauenbundes e.V. [Hg.], Die Tür ist geöffnet. Das Zweite Vatikanische Konzil – Leseanleitungen aus Frauenperspektive. Münster, Aschendorff, 2013, 28-30, hier: 30).
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