Konzilsblogteam

Rehabilitation Galileo Galileis

Am 10. Juni 1965 hielt Papst Paul VI. in Pisa eine Ansprache während des Eucharistischen Kongresses. Dabei lud er die über 100’000 versammelten Menschen dazu an, den Glauben zu lieben, der auch der Glaube grosser Geister unsterblichen Gedenkens wie Galileis, Dantes und Michaelangelos sei. Es wurde mit Aufmerksamkeit vermerkt, dass Galileo Galilei, obschon chronologisch nach den beiden anderen einzuordnen, zuerst genannt wurde.
Angesichts der Stimmen, die während der dritten Konzilssession die Rehabilitation Galileis vorgeschlagen hatten, muss der Akt Pauls VI. in Pisa, der Stadt, in der Galileo geboren worden war und seine astronomischen Forschungen betrieben hatten, durchaus im Sinne einer Rehabilitation gedeutet werden. Diese blieb jedoch zu unscheinbar, um hinreichend wahrgenommen zu werden. Papst Johannes Paul II. wird hier deutlicher werden (vgl. Konzilsblog vom 27.2.2015).
1964 war bereits eine Biographie über den Astronomen veröffentlicht worden, die der Historiker Mgr. Pio Paschini schon dreissig Jahre früher geschrieben hatte, die auf Weisung des Heiligen Offiziums aber nicht veröffentlicht worden war.
(emf; vgl. Ry 445f)

10. Juni 2015 | 00:01
von Konzilsblogteam
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