Konzilsblogteam

Impulsreihe des Projektes «Für eine Kirche mit den Frauen»

Papst Johannes XXIII. nannte «die allgemein bekannte Tatsache, dass die Frau am öffentlichen Leben teilnimmt», ein Zeichen der Zeit. Positiv wird dies darin entfaltet, dass die Frau «sowohl im häuslichen Leben wie im Staat jene Rechte und Pflichten in Anspruch [nimmt], die der Würde der menschlichen Person entsprechen».
Das II. Vatikanum nahm diese Gedanken sehr knapp auf: «Die Frauen verlangen für sich die rechtliche und faktische Gleichstellung mit den Männern, wo sie diese noch nicht erlangt haben» (GS 9).
Papst Franziskus äusserte in einer Ansprache am 12. Oktober 2014: «Auch in der Kirche ist es wichtig, sich zu fragen: Wie ist die Präsenz der Frau? Ich leide – ich sage die Wahrheit –, wenn ich in der Kirche oder in einigen kirchlichen Organisationen sehe, dass die Rolle des Dienens – die wir alle haben und haben müssen –, dass die Rolle des Dienens der Frau in Richtung einer Rolle des »servidumbre« [Fronarbeit] abgleitet».
Das Projekt «Für eine Kirche mit den Frauen» macht sich für dieses Anliegen stark. Es verzichtet auf konkrete Forderungen, möchte aber darauf hinwirken, dass ein Weg zur Realisierung des Anliegens begonnen wird. Am 2. Mai 2016 (dem Festtag der heiligen Wiborada) wird sich in diesem Anliegen eine Pilgergruppe auf den Weg nach Rom machen. Heute, genau ein Jahr vorher, beginnt auf der Internetseite des Projektes (http://www.kirche-mit.ch/de/startseite.html) eine Impulsreihe, welche das Fundament für das Projekt legen wird. Die Impulse bringen zum Ausdruck, dass es nicht in erster Linie um eine «Aktion» geht, sondern um eine Haltung und einen Weg, der mit geistlichem Sensorium zu gehen ist.
(emf)

2. Mai 2015 | 00:08
von Konzilsblogteam
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